Neue Perspektiven in der City. München und die IAA.

Die IAA wird 2021 erstmals in die Stadt an der Isar durchgeführt. Als bayerische Tech-Metropole mit internationaler Bekanntheit bietet die Stadt viele Chancen für die Neuausrichtung des Events.

Sieben deutsche Großstädte hatten sich um die Ausrichtung der IAA beworben. Am Ende setzten sich München, Hamburg und Berlin mit ihren kreativen Ideen bis zur finalen Runde durch. Im März entschied sich der VDA-Vorstand für die bayerische Landeshauptstadt – nach fast 70 Jahren Frankfurt am Main. Im Herbst 2021 stehen die Zeichen somit auf Neuanfang. Doch wie sieht das neue Konzept genau aus?

Stadt im Umbruch

Bereits jetzt steht fest: Die IAA in München wird nicht nur auf dem Messegelände, sondern auch an diversen Orten in der Millionenstadt ausgerichtet. Die letzten Bausteine für das Feinkonzept der Mobilitätsplattform sollen bis zum Sommer finalisiert werden. München und die IAA – beide sind im Umbruch. Die Stadt will sich langfristig zur Smart City entwickeln mit allem was dazugehört: einer großen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Wasserstofftankstellen, E-Taxis, Air-Mobility-Hubs, autonomen People Movern und mehr Radwegen. Die IAA wird ihren Beitrag dazu leisten und substanziell Spuren hinterlassen – damit wirkt sie über die Zeit des Events hinaus. Mit diesem Ansatz unterstreicht die IAA ihre Einzigartigkeit als führende Plattform für Mobilität gegenüber anderen Automessen und Tech-Plattformen. Die bayerische Landesregierung unterstützt das Vorhaben mit 15 Millionen Euro.

Automobil- und Technologie in der DNA

Eins ist sicher: Die IAA passt zu München und Bayern als blühender Wirtschaftsstandort und Zentrum der deutschen Hightech-Industrie. Rund 22.000 Unternehmen auf dem Gebiet der Elektronik, der Nachrichtentechnik, der Elektrotechnik, des Maschinen- und Kraftfahrzeugbaus sowie der Luft- und Raumfahrt sind in der Metropole zu Hause. Auch die Zahlen rund um die Automobilindustrie sind beeindruckend: 500.000 Menschen arbeiten heute in Bayern direkt und indirekt für die Branche. Manche in dritter oder vierter Generation. Marken wie BMW, Audi oder MAN sind hier angesiedelt. Zulieferer von Weltrang wie Brose, Dräxlmaier Group, Rexroth, Schaeffler oder Webasto haben bayerische Wurzeln. Rund ein Viertel der in Deutschland produzierten Autos kommen aus dem Freistaat. Und Bayern ist die Wiege vieler wichtiger Entwicklungen im Automobilsektor:

  • Andreas Flocken entwickelte 1888 in Coburg das erste vierrädrige Elektroauto.
  • Der legendäre Ingenieur Rudolph Diesel erfand in Augsburg den selbstzündenden Motor.
  • 1951 patentierte der Münchener Walter Linderer den ersten Airbag in München.

Daneben ist die Metropolregion München auch als „Isar Valley“ bekannt. Der Wirtschaftsraum verzeichnet rund 140.000 Beschäftigte in der IT-Branche und ist damit deutschlandweit führend. Namhafte Tech-Unternehmen wie Google, IBM, Microsoft, Fujitsu, Apple, Intel, Cisco und Salesforce haben hier neben traditionsreichen Firmen wie Siemens und Infineon ihren Sitz. Zudem sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Inkubatoren und Mobility-Startups entstanden.

Champion für Mobilitätsforschung

Die Konzentration an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist in der Region ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Renommierte Institute und Universitäten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Zukunft der Mobilität aussehen wird. Die Technische Universität München (TUM) plant in den nächsten Jahren ein „Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft“. Künftig sollen 200 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft zukunftsfähige Mobilitätssysteme erforschen und entwickeln. Ausgestattet wird das Forschungszentrum mit 500 Millionen Euro Budget. Die Förderung fließt in verschiedene Lehrstühle und einen Praxiscampus, wo Lösungen für klimafreundliche und digital vernetzte Mobilität sowie zukunftsfähige Technologien, Produkte und Dienstleistungen zur Marktreife gebracht werden.

Modernster Eventstandort, größtes Volksfest der Welt und 5-Sterne Flughafen

Oktoberfest, BAUMA, Sicherheitskonferenz: Die Stadt an der Isar beweist immer wieder aufs Neue, dass sie attraktive Großveranstaltungen mit Weltruf ausrichten kann. Das Messegelände wird dafür fortlaufend modernisiert und bezieht szu 100 Prozent Ökostrom aus Photovoltaik und Geothermie. Die Landeshauptstadt verfügt zudem über den ersten Fünf-Sterne-Flughafen in Europa mit Direktverbindungen zu 254 Destinationen. 2019 wurde der Flughafen wiederholt zum besten Flughafen des Kontinents gekürt.

 

Weltstadt mit Herz

Die Auswahl an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Highlights in München und Umgebung ist groß: Über 60 Museen, mehr als 130 Kunstgalerien, unzählige Biergarten und Wirtshäuser, Schloss Nymphenburg, der FC Bayern, der Englische Garten und viele weitere Sehenswürdigkeiten warten darauf, entdeckt zu werden. Und dank der einzigartigen Lage an der Isar und unweit der bayerischen Alpen bietet sie Besuchern einmalige Erlebnisse abseits der Stadt.

Münchner offen für die IAA

Was aber noch viel wichtiger ist: München bekommt viel Zuspruch aus der bayerischen Regierung, Wirtschaft und insbesondere von der Bevölkerung, wie eine repräsentative Civey-Umfrage zeigte: Fast jeder dritte Deutsche (31 Prozent) stimmte für den bayerischen Standort. Auch die Mehrheit der Einwohner selbst steht der IAA offen gegenüber: 63 Prozent der Bürger sind dafür. Das zeigen auch die überwiegend positiven Berichte und Kommentare zur Entscheidung pro München in den überregionalen Medien und Social-Media-Kanälen.