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VDA-Präsidentin Müller: „Müssen Transformation jetzt praktisch leisten!"

Reden wir noch, oder machen wir schon? Für VDA-Präsidentin Hildegard Müller und Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist klar: Um die Mobilitätswende zu stemmen, müssen nun alle Akteure an einem Strang ziehen und schnellstens an deren konkrete Umsetzung gehen.

Die IAA MOBILITY 2021 in München zeige, dass man schon große Schritte vorangekommen sei, so Hildegard Müller: „Wir diskutieren konkrete Maßnahmen und überlegen, wie Umstellen auf neue Antriebe. Wir erleben disruptives Denken. Systeme und Branchen müssen nun übergreifend miteinander arbeiten!“

Zu den größten Herausforderungen der Mobilitätswende gehört Müllers Ansicht nach, der zügige Ausbau der E-Ladeinfrastruktur: „Angesichts von bis zu zehn Millionen E-Fahrzeugen auf Europas Straßen im Jahr 2030 müssen wir jetzt intensiv in Ladeinfrastruktur investieren. Kommunen sind gefragt bei der Koordination und Entwicklung intelligenter Lösungen“.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller und Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), im Gespräch auf der IAA MOBILITY

Flächen für Schnellladesäulen benötigt

„Schon heute gehen Hundertausende Anträge für Wallboxen ein von Privathaushalten - und auch viele mittelständische Firmen bauen ihre Ladeinfrastruktur sukzessive aus“, erläutert Andreae: „Umso wichtiger ist, nun auch im öffentlichen Raum konsequent auszubauen –­ wir benötigen Fläche für Schnelllader.“ Laut Hildegard Müller „gerade in stark nachverdichteten Innenstädten wegen Platzmangel mitunter ein Problem, für das es gemeinsam Antworten zu finden gilt!“ Ein Verständnis müsse laut Andreae in Zukunft sein: „E-Mobilität ist für Versorger ein Geschäftsmodell!“

Müller und Andreae betonen unisono, dass zu den benötigten Rahmenbedingungen auch EU-weit geltende Technologie-Standards und einheitliche Bezahlsysteme gehören. Andreae: „Mobilität macht nicht an der Grenze halt – es sind daher Lösungen für den europäischen Kontext erforderlich!“ Für Hildegard Müller „müssen die Maßnahmen der europäischen Mitgliedsstaaten beim Ausbau der E-Ladeinfrastruktur ineinandergreifen“, auch weil Fahr- und Reiseziele innerhalb der EU auch für die Halter von E-Fahrzeugen gut erreichbar sein sollten.

„Maßnahmen der europäischen Mitgliedsstaaten beim Ausbau der E-Ladeinfrastruktur müssen ineinandergreifen“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Kundenbedürfnisse berücksichtigen

Jüngste Umfragen zeigen, dass E-Mobilität durchwegs positiv wahrgenommen wird. „Diese positive Neugierde ist ein Momentum, das es zu nutzen gilt“, bekräftigt VDA-Präsidentin Müller. Wichtig seien beim Ausbau kompatible Systeme ­­­– „alles ‘hinter‘ der Ladesäule muss den Kunden abgenommen, die Kundenbedürfnisse berücksichtigt werden“, so Müller und Andreae.

VDA-Präsidentin Müller betont: „Wir stehen an der Schwelle – jetzt gilt es, die Transformation praktisch zu leisten!“ Beim Thema E-Mobilität müssten alle beteiligten Akteure an einen Tisch kommen, findet Andreae: „Zu einer konzertierten Aktion E-Mobilität!“