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Nachhaltige Mobilität für jeden zugänglich machen

Die IAA MOBILITY Conference bringt als Treiber des gesellschaftlichen Dialogs zur Mobilität der Zukunft wichtige Entscheider aus sämtlichen Spektren der Mobilitäts- und Digitalindustrie zusammen. Beim inspirational Lunchbreak mit dem einstigen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und dem CEO von Siemens Digital Cedrik Neike stand ein Thema im Vordergrund: Nachhaltigkeit.

Nico Rosberg, der letzte Rennfahrer der Lewis Hamilton in der Formel-1-WM besiegen konnte, skizzierte in München seine Vision von einer nachhaltigen Mobilität. Rosberg betonte, dass es wichtig sei, die Kosten zu senken und sämtlichen Menschen den Zugang zu nachhaltiger Mobilität zu ermöglichen. Denn Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit müssten in Einklang stehen.  

„Wertebasiertes Wirtschaften“

Dieses Credo verfolgt Rosberg auch als Investor. „Bei Startups ist es mir besonders wichtig, darauf zu achten, dass wir vermehrt auf wertebasiertes Wirtschaften achten.“ Die Branche steure darauf aktuell hin, ergänzt Rosberg lobend. Er selbst bezeichnet sich als Nachhaltigkeitsunternehmer. Dies sei ein Investor, der nicht nur gewinnorientiert denkt, sondern auch versucht, mit seinen Investments positiv auf die Gesellschaft oder auf die Umwelt einzuwirken.

Rosbergs Gesprächspartner Cedrik Neike ging bei dem gut 40-minütigen Talk auf die aktuellen Projekte seines Unternehmens ein. „Die sinnvolle Verwendung von Technologie hilft uns dabei den Wohlstand gerecht zu verteilen“, so Neike. Er versuche mit seiner Arbeit die Nutzung von Daten effizienter zu machen und somit Produktionskosten beispielsweise bei der Herstellung von E-Autos zu senken“. Die Ersparnis helfe dann, den Zugang zu nachhaltigen Verkehrsmitteln für jeden Menschen bezahlbar zu machen. Als Beispiel nannte er den Fortschritt der Telekommunikation in Indien. Durch das Senken der Kosten und das Bereitstellen von schnellem Internet sei die Vernetzung in Indien binnen kürzester Zeit gestiegen. Mehrere hundert Millionen Menschen erhielten so Zugang zu schnellem Internet.

Mehr Gerechtigkeit zukünftig mit Block Chain und Social Listening

Eine der größten Herausforderungen bei dem Wandel hin zu einer gerechten und nachhaltigen Mobilität sei eine gewissenhafte Überprüfung der globalen Lieferketten. Hierbei, so Neike, könnte die Block Chain Technologie helfen, akkurat über Missstände bei der Lieferkette zu informieren Unternehmen könnten so eine vollständige Nachverfolgbarkeit sicherstellen – vom Ursprung ihrer Ressourcen bis zu ihren Kunden. Ein wichtiger Aspekt für einen transparenten und vertrauensvollen Umgang. Ein weiteres Tool für eine Überprüfung der Lieferketten hinsichtlich nachhaltiger und ethische Werte sei laut Nico Rosberg das „Social Listening“. Mit der gezielten Analyse von Social Media Beiträgen könnten Missstände gefiltert und weltweit ausfindig gemacht werden. Die gesteigerte Awareness nutze für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander.