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Hightech-Partner an der Rennstrecke

Die Technik in den Rennwagen der Formel 1 von heute wird morgen in Pkws zum Einsatz kommen. Interessant vor diesem Hintergrund ist die Partnerschaft zwischen dem Formel 1-Team von Mercedes und TeamViewer, einem führenden globalen Technologieunternehmen aus Göppingen.

In der Formel 1 stecken immer auch Ideen für die Mobilität der Zukunft. Davon ist der Motorsport- und Elektrofahrzeug-Experte Roger Atkins überzeugt. Die Technologie in den Rennwagen sei „der Gipfel der Ingenieurskunst“, sagte er kürzlich beim Mobility Masters Talk der IAA.

Und biete damit „technische Lösungen für Herausforderungen auch in anderen Bereichen“. Zum Beispiel der Automobilindustrie. Anders gesagt: Was heute in den Formel 1-Rennwagen genutzt wird, um Höchstleistungen in der Königsklasse des Motorsports zu erzielen, das wird morgen in den Pkw auf unseren Straßen und in der Industrie zum Einsatz kommen.

Führendes Technologieunternehmen trifft auf Weltmeister

Vor diesem Hintergrund interessant ist die Zusammenarbeit zwischen dem Formel 1-Team von Mercedes und TeamViewer aus dem schwäbischen Göppingen.

Das Tech-Unternehmen ist kürzlich mit dem Mercedes-AMG Petronas Formel 1- und Mercedes-EQ Formula E Team eine Partnerschaft eingegangen.

Die Partner: Das ist zum einen das mit sieben WM-Titeln in Folge erfolgreichste Formel 1-Team der Geschichte, mit dem siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton am Steuer. Und das ist zum anderen eines der wenigen global führenden Technologieunternehmen aus Deutschland.

TeamViewer ist kürzlich mit dem Mercedes-AMG Petronas Formel 1-Team eine Partnerschaft eingegangen Credit: TeamViewer

Seit diesem Frühjahr prangt auf dem Formel 1-Rennwagen von Mercedes das TeamViewer-Branding. Doch das äußere Zeichen der Partnerschaft auf dem Lack ist nicht alles. Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit ist die Integration der TeamViewer-Lösungen in die alltäglichen Prozesse des Formel 1-Teams.

„Tiefgreifende technologische Partnerschaft“

TeamViewer stattet das Formel 1-Team – ebenso wie das Formel E-Team – mit seinen Remote-Konnektivitätslösungen und anderen innovativen Technologien aus.

Von einer „tiefgreifenden technologischen Partnerschaft, um unsere Performance weiter steigern zu können“, spricht Toto Wolff, CEO und Teamchef des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams und Leiter Mercedes-Benz Motorsport.

„Mit unseren Software-Lösungen werden wir dazu beitragen, die Mercedes-Teams noch besser, schneller und grüner zu machen insbesondere auch im Kontext der mittelfristig angestrebten Klimaneutralität“, sagt TeamViewer-CEO Oliver Steil und bezieht sich mit „grüner“ darauf, dass dank Fernzugriff weniger Reisen von Mechanikern im Formel 1-Team nötig sind, also weniger CO2 ausgestoßen wird.

Denn die TeamViewer-Software ermöglicht den Zugriff aus der Ferne auf Computer, Industrieanlagen und Roboter. Zusätzlich können mit Hilfe von Augmented-Reality (AR)-Lösungen, die auf Datenbrillen laufen, Experten aus der Ferne Technikern vor Ort bei der Wartung von Maschinen helfen. Verschiedene Unternehmen aus der Industrie greifen auf diese Technologie zurück. Maschinenbauer etwa, Automobilunternehmen und spezialisierte Kfz-Werkstätten. Und auch das Formel 1-Team von Mercedes.

Unterstützung an der Rennstrecke

Die Motorsportexperten nutzen bereits jetzt die verschiedenen Möglichkeiten, die die TeamViewer-Software bietet – an der Rennstrecke und im Unternehmenssitz von Mercedes-AMG Petronas Motorsport im britischen Brackley. Künftig soll der Einsatz der Software weiter optimiert werden: Die Remote- und AR-Lösungen sollen die Teams an der Rennstrecke mit den Kollegen im Hauptquartier noch besser miteinander verbinden.

Konkret kann das so aussehen: Beim Boxenstopp während des Rennens untersucht das Team an der Strecke das komplexe Getriebe des Boliden und überträgt dies in Echtzeit mit der Kamera des Mobilgeräts oder der Datenbrille an die Unternehmenszentrale in England, wo die Kollegen sitzen. Auf diese Weise können die Spezialisten am Firmensitz den Technikern vor Ort Anweisungen zur Reparatur über die Kamera mit 3D-Elementen direkt ins Sichtfeld einzeichnen.

Aktuell arbeitet das Mercedes AMG Petronas F1 Team außerdem daran, die Techniker im Windkanal mit einer TeamViewer-Lösung zu unterstützen, die Augmented Reality (AR) nutzt.

Profitieren werden von diesen Erfahrungen im „schnellsten Entwicklungslabor der Welt“ auch TeamViewer-Kunden, ist sich CEO Oliver Steil sicher: „Wir werden Anwendungsfälle aus dem schnellsten und am meisten von Daten getriebenen Motorsport auf das industrielle Umfeld unserer Kunden übertragen können.“

Wenn Sie aus erster Hand mehr über die Zusammenarbeit zwischen TeamViewer und dem Mercedes-AMG Petronas F1 Team und dem Mercedes-EQ Formula E Team erfahren wollen: Bei einem Fireside-Chat auf der IAA Mobility 2021 diskutieren TeamViewer-CEO Oliver Steil und Toto Wolff, Geschäftsführer und Teamchef des Mercedes-AMG Petronas Formel-1-Teams, über die Zukunft der Mobilität (Mittwoch, 8. September, 9.15 Uhr). Der Talk wird auch per Livestream auf iaa.de/virtual übertragen.

Über die Bedeutung einer vernetzten Belegschaft für mehr Unternehmenseffizienz berichtet Hendrik Witt, CPO von TeamViewer, in seiner Keynote „Augmented Intelligence for a World that Works better“ (Donnerstag, 9. September, 9.30 Uhr).