Entertainen: was digitale Autos können

08.12.2020

Radio und Bluetooth Verbindung sind längst nicht mehr die einzigen Komponenten, wenn es um Car Entertainment geht. Von Touchscreens über Gestensteuerung bis hin zu künstlicher Intelligenz des Systems: Car Entertainment hat sich zu einem essenziellen Zusatz entwickelt. Bald werden Autos, Computer auf Rädern sein. Was sie heute schon als digitale Erlebniswelten bieten, das zeigen wir hier.

Mercedes Benz MBUX

Mercedes-Fans freuen sich seit März 2020 über neue Funktionen des Multimediasystems MBUX (Mercedes Benz User Experience) mit künstlicher Intelligenz. MBUX lässt sich je nach Belieben per Sprache, per Gestensteuerung oder über den Touchscreen bedienen und kann auf Wunsch in alle Modelle – wie beispielsweise der Mercedes Benz A-Klasse – eingebaut werden. Mithilfe von künstlicher Intelligenz zeigt das System bei Staus automatisch schnellere Wege an. Das „Gedächtnis“ des MBUX lernt jeden Tag die Gewohnheiten des Fahrers besser kennen und merkt sich beispielsweise Lieblingslieder oder häufig gewählte Rufnummern. Auch das Vorlesen von Nachrichten, E-Mails oder anderen Benachrichtigungen ist mithilfe des Linguatrpnic Sprachbediensystems kein Problem. Das vollintegrierte MBUX Entertainment verknüpft das Fahrzeug zudem mit gewünschten Streamingdiensten. Zusätzlich bietet das MBUX Fond-Entertainment die Verwandlung in eine Arbeitsumgebung. In der Ablage zwischen Fahrer- und Beifahrersitz kann der Fahrer sein Smartphone kabellos aufladen.

User Experience bei Mercedes Benz ©Mercedes Benz

Porsche Taycan Turbo S

Der Porsche Taycan Turbo S ist ein echter digitaler Co-Pilot. Mit dem System Porsche Connect bietet der Hersteller ein individuelles Fahrerlebnis. Der Fahrer kann beispielsweise in Echtzeit auf alle relevanten Informationen für das Fahrzeug, die aktuelle Umgebung oder die ganze Welt zugreifen. Online-Suchen, Navigation oder ein Musik-Streaming mit 60 Millionen werbefreien Liedern gehören zu dem digitalen Repertoire. Per Stimme oder Smartphone können Funktionen des Porsche Taycan Turbo S von innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs gesteuert werden.

VW ID.3

Mit den digitalen Diensten von „We Conect Start“ ist der ID.3 auf Wunsch online. Echtzeit-Verkehrsinformationen, Ladestationen mit Belegungsstatus, Preisen und Öffnungszeiten sind damit verfügbar. Mit der passenden We Connect ID. App hat der Fahrer sein Fahrzeug im Blick. Mithilfe der App kann er die restliche Reichweite des Fahrzeugs sehen, die Klimaanlage einstellen und den Ladevorgang starten und stoppen. Auch Navigationskarten sind automatisch immer auf dem aktuellen Stand. Das Infotainment-System installiert das Kartenmaterial regelmäßig bei bestehender Online Verbindung oder direkt im Auto. 

BMW iX

Der BMW iX ist voraussichtlich ab Ende 2021 verfügbar. Ein gebogener Breitwand-Bildschirm ersetzt das klassische Cockpit des Fahrzeugs. Die Bedienung vieler Funktionen funktioniert via Sprachdialog. Neben dem luxuriösen Lounge-Ambiente wirbt BMW zudem mit innovativen Shy Tech Features. Das Shy Tech Konzept bedeutet: Praktisch alle Sensoren und Kameras sind so platziert, dass sie nur bei Benutzung zu sehen sind.

Audi AI:ME

Besonders futuristisch ist der Audi AI:ME. Bei der Entwicklung des Concept Cars haben die Hersteller den Fokus auf ein außergewöhnliches Interieur gelegt. Ein Beispiel hierfür sind Grasflächen in den weit heruntergezogenen Scheiben und im gläsernen Dachbereich, die Licht und Transparenz zulassen. Der Audi AI:ME zeigt zudem den Einfluss von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen auf die Mobilität.

Concept Car von Volvo ©Volvo

Volvo 360c

Der Volvo 360c ist ein Concept Car, das in Zukunft sämtliche individuelle Mobilitätsbedürfnisse erfüllen soll. Das vollständig autonom fahrende Elektrofahrzeug bietet alle Möglichkeiten für seine Insassen: entspannen, feiern, arbeiten oder sogar schlafen. Die Idee ist, eine langfristig nachhaltige Alternative für den Zug- und Flugverkehr zu entwickeln – mit einem eigenen Auto.

Byton M-Byte

Die Automobilmarke Byton des chinesischen Unternehmens Future Mobility Corporation hat ihr Repertoire auf Elektroautos und autonom fahrende Fahrzeuge spezialisiert. 2018 stellte das Unternehmen auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas den elektrisch angetriebenen SUV M-Byte vor. Byton galt daraufhin als chinesischer Konkurrent zu Tesla. Der Byton M-Byte ist das Zukunftsversprechen des Unternehmens. Sein besonderes Merkmal: Das Digital-Cockpit mit Riesenbildschirm. Die auffällige Bildschirmlandschaft besteht aus Touchscreens in der Armlehne zwischen den Sitzen, im Lenkrad und am Armaturenbrett.

Tesla Model 3

Das Tesla Infotainment System ist mit einem 15,4 groß und mittig platzierte Touchscreen ist die einzige Steuer- und Informationseinheit. Es umfasst diverse Dienstleistungen in den Bereichen Performance, Audio und Musik, Gaming, Fahrerassistenz, Sicherheit, Mobilfunk und WLAN. Außerdem ist eine Dashcam in das System integriert. Elon Musk hat ein Update-Paket bis Weihnachten angekündigt. Manche Beobachter vermuten eine grundlegende neue Version der Tesla-Software, darunter möglicherweise auch Heizfunktionen für das Lenkrad oder Ladebuchse beim Model 3.

Vermutlich soll der Sentry- oder Wächter-Modus auch ohne einen USB-Speicherstick nutzbar sein. Das letzte auslösende Ereignis wird in den internen Tesla-Speicher geladen.