Der CityBot von EDAG - 24/7/365 in Bewegung

17.12.2020

Als People Mover, Lieferwagen, Reinigungsfahrzeug für Straßen und Bürgersteige, als Rasenmäher, Heckenvertikutierer oder um Mülleimer zu leeren – der CityBot von EDAG ist der Tausendsassa unter den Roboterfahrzeugen. Und ganz nebenbei ein visionäres und ganzheitliches Mobilitätskonzept.

Wer träumt nicht von einer Stadt, in man sich jederzeit problemlos fortbewegen kann – ganz ohne Stau und Emissionen.  Wer die Diskussion, um die Zukunft der Mobilität nur auf E-Antrieb und autonomen Fahren reduziert, denkt zu kurz. Gerade im urbanen Raum wird der Raum neben der Lärm- und Umweltbelastung zum limitierenden Faktor. Das heutige Verkehrssystem ist nicht effizient. Letztlich gilt es den drohenden Verkehrsinfarkt zu vermeiden.

Aus dieser Motivation heraus hat die EDAG Group vergangenes Jahr auf der IAA 2019 das Mobilitätskonzept „EDAG CityBot“ vorgestellt. Der CityBot gehört keiner speziellen Fahrzeuggattung an. Er steht vielmehr für ein ganzheitliches, vernetztes und radikal anderes Mobilitätskonzept. EDAG CityBots sind vernetzte, autonom fahrende Roboterfahrzeuge, an die unterschiedliche Nutzmodule wie Anhänger- und Rucksackmodule gekoppelt werden, um alle Transport- und Arbeitssituationen im urbanen oder industriellen Bereich meistern zu können. Sie stellen keine Insellösung dar, sondern sind integraler Bestandteil eines bedarfsorientierten und ganzheitlichen Verkehrssystems. Permanent in Bewegung und damit maximal effizient. „Wir sind überzeugt, dass der Verkehr als integraler Bestandteil der Smart City angebunden werden muss. Das alles unter einem geschlossenen Software-Schirm, um die vielfältigen Aufgaben und logistische Prozesse in einer Stadt intelligent zu verzahnen und effizient aufeinander abzustimmen“, betont EDAG-CEO Cosimo De Carlo.

Die nächste Evolutionstufe des EDAG City Bots Konzepts

Ein Jahr nach der Erstpräsentation auf der IAA hat EDAG mit dem KI Prototypen die technische Weiterentwicklung des EDAG CityBots vorgestellt und hat damit den Beweis für die technische Machbarkeit ihres Mobilitätskonzepts eindrucksvoll angetreten.

EDAG-Prototyp ©EDAG

„Ein autonom fahrendes Roboterfahrzeug, das multifunktionale Aufgaben übernehmen und gleichzeitig in die Smart City integriert werden soll – das war die Herausforderung“, sagt Michael Jahn, CityBot-Projektleiter bei EDAG. „Unser Roboter wurde dafür durch zahlreiche KI-gestützte Funktionsmodule ergänzt.“ Damit ist er in der Lage, Objekte genauer zu untersuchen und eigenständig Bewertungen vorzunehmen. Dazu hat das Gefährt eine Objekterkennung mit an Bord, eine spezialisierte Kurvenplanung integriert und setzt intelligent seinen Roboterarm ein. Zudem kann der EDAG CityBot durch seine Positionsgenauigkeit den tatsächlichen Streckenverlauf berücksichtigen, was nichts mehr mit einem klassischen Navigationssystem zu tun hat. Das System erkennt jede Kurve, jede Steigung und kann auf dynamische Situationen reagieren. Sobald ein Hindernis auftaucht, berechnet er ein Ausweichmanöver oder bremst ab. Entscheidend ist hierbei die reibungslose Kommunikation zwischen Software, Kamerasystemen und mechatronischen Komponenten. Schließlich soll der CityBot im Alltag zahlreiche Aufgaben im urbanen Raum erledigen. Wie das Zusammenspiel von KI und Kinematik funktioniert, zeigt er eindrucksvoll bei der Mülltrennung: Unrat erkennen, sammeln und sortieren gehört zu seinen Stärken.

„Der CityBot ist kein klassisches Concept Car. Viel mehr steht er für ein ganzheitliches, vernetztes und gänzlich anderes Mobilitätskonzept.“

Cosimo De Carlo, CEO von EDAG

Vom Anlagenbetreiber bis zum Stadtplaner

Die EDAG Group spricht mit dem Konzept des CityBots unterschiedliche Zielgruppen an: die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie ebenso wie Entscheider und Experten aus den Bereichen Smart City und der Mobilität von morgen. Auch Flughafen- und Anlagenbetreiber, Hersteller von fahrerlosen Transportsystemen sowie Logistikzentren und Großmärkte sind für eine langfristige Einführung relevant. In der Landwirtschaft und im Medizinbereich sind ebenfalls Anwendungen denkbar.

Die Roadmap der EDAG Group sieht vor erste Anwendungsfälle für das EDAG CityBot Konzept zunächst im Bereich der innerbrieblichen Logistik in Industrieanlagen oder Flughäfen bis 2025 zu realisieren. Für den ersten Einsatz im städtischen Raum wird das Jahr 2030 angestrebt. Die Präsentation des KI Prototypen des EDAG CityBots stieß auf ein äußerst positives Echo auf Seiten von Vertretern aus Städten, Kommunen und der Politik. Aktuell finden bereits weiterführende Gespräche und gemeinsame Überlegungen, u.a. mit dem BMVI und dem hessischen Ministerium für Digitalisierung und Strategie statt. Diese verfolgen das Ziel, konkrete Anwendungsfälle in Form von „Living Laboratories“ für den Testeinsatz von CityBots in Deutschland zu identifizieren und zu fördern. Auch mit dem spanischen Verkehrsministerium und der Stadtverwaltung in Barcelona sind Kooperationen in Planung. 

Für ihre breite Zielgruppe plant die EDAG Group auf der IAA 2021 eine Ausstellungsfläche unter anderem eine Präsentation des fahr- und arbeitsfähigen KI-Prototypen des EDAG CityBot Ecosystems.Das Ecosystem beinhaltet ein komplettes Mobilitäts- und Arbeitssystem zur Integration in eine Smart City.

Weitere Informationen:

www.edag-citybot.de

www.edag.com