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Auftakt in der Sustainability Lounge auf der IAA MOBILITY: Investoren honorieren nachhaltigen Wandel

Das Thema Nachhaltigkeit erreicht jetzt auch die Kapitalmärkte, so die Botschaft einer hochkarätig besetzten Gesprächsrunde am Auftakttag der IAA MOBILITY in der Sustainability Lounge: Investoren für einen schnellen Wandel stehen bereit.
Daniela Geretshuber, Head of Risk Assurance PwC

Daniela Geretshuber, Head of Risk Assurance bei PwC, Nachhaltigkeits-Partner der IAA MOBILITY, konstatiert: „Jedes Unternehmen braucht jetzt einen klaren Fahrplan in Sachen Nachhaltigkeit. Den haben bis jetzt die wenigsten. Es geht darum, die wichtigsten Hebel zu finden, um zum Beispiel CO2 zu sparen. Und alle relevanten Gruppen im Unternehmen am Wandel zu beteiligen. Kapitalmarkt und Investoren honorieren schon die ersten Schritte“. Geretshuber fasste damit die wichtigste Botschaft der Gesprächsrunde „Capital markets and sustainability - the impact on the mobility sector and automotive“ am Auftakttag zusammen.

Natasha Latich, Head of Global Banks Allianz Global Investors

Geld für nachhaltigen Wandel im Mobilitätssektor sei vorhanden, was auch hohe Börsen-Bewertungen etwa von Unternehmen wie Tesla zeigten und das zunehmende Interesse von Investoren am Thema Nachhaltigkeit. Über zwei Billionen Euro sollen weltweit nachhaltig angelegt werden – Bedeutung weiter steigend: „Durch Covid-19 ist der Wandel noch einmal beschleunigt worden. Menschen wollen ihr Geld in nachhaltige Produkte anlegen. Speziell die jüngere Generation“, so Natasha Latich von Allianz Global Investors. Dabei sei es speziell in Europa wichtig, auf Firmenseite die Chancen und nicht die Risiken des Wandels zu erkennen.

Johannes Anschott, Member of the Board of Management Bayerische Landesbank

Das unterstrich auch Johannes Anschott als Board Member der BayernLB: „Es steht viel Geld für grüne Investments zur Verfügung. Umso früher man anfängt, desto effizienter ist der Weg.“ Bei der Kreditvergabe sei der „Impact auf die Umwelt und die Gesellschaft“ neben Rendite und Risiko inzwischen der wichtigste Faktor. Gerade für Zulieferer sei es wichtig, jetzt mit dem Wandel zu beginnen und vom Thema Verbrenner wegzukommen.

Der Druck durch die Europäische Union in Sachen Environmental (Umwelt), Social (Soziales) Governance (Unternehmensführung) – kurz ESG – steigt. Nachhaltigkeit wird mit Blick auf den „Green Deal“ zu einem zentralen Thema für Unternehmen und die Finanzindustrie. Klimaschutz oder etwa Kreislaufwirtschaft sind nicht nur existenziell für die Zukunft des Planeten, sondern für den Fortbestand von Firmen.

Dr. Stefan Wolf, CEO ElringKlinger AG

Best Practice: Wie der Wandel funktionieren kann, zeigte Dr. Stefan Wolf als CEO der börsennotierten ElringKlinger AG auf: Bei seinem Start vor 25 Jahren hatte das Unternehmen noch 80 Prozent Umsatz mit Zylinderkopfdichtungen gemacht - aktuell sind es nur noch zehn Prozent. Der Großteil des Geschäfts werde nun mit Zukunftstechnologien wie Komponenten für Brennstoffzellen und Batterien und Leichtbau-Elementen gemacht, so Wolf: „Wir haben bereits vor 20 Jahren begonnen, das Unternehmen erfolgreich umzubauen. Viele Firmen haben den Schlag immer noch nicht gehört. Der Zug zur neuen Mobilität fährt sehr schnell.“ Nachhaltigkeit stehe dabei an erster Stelle.