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Umfrage: Jeder Zweite liebäugelt mit alternativen Antrieben

25.02.2021

Autos mit alternativen Antrieben sind auf dem Vormarsch: Die Hälfte derjenigen, die in den kommenden zwei Jahren die Neuanschaffung eines Pkw planen, kann sich die Anschaffung eines Fahrzeugs mit E-Motor, Wasserstoff oder Hybrid vorstellen.

Bei Interessenbekundungen bleibt es aber nicht: Konkret plant der Umfrage zufolge jeder sechste Befragte die Anschaffung eines Fahrzeugs mit einem Antrieb jenseits von Benzin oder Diesel. Klarer Favorit ist das E-Fahrzeug. 

Mehr Engagement bei Ladesäulen gefordert

Ein solch hohes Interesse an E-Autos bringt auch eine Erwartungshaltung bezüglich der Ladeinfrastruktur mit sich: Fast die Hälfte der E-Auto-Interessierten wünscht sich die Errichtung von mehr Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum. Für zwölf Prozent sollte die oberste Priorität der Kommunen bei der finanziellen Förderung privater Wallboxen liegen. 

Einen hohen Bedarf an Ladesäulen sehen Elektroauto-Interessierte im privaten wie im öffentlichen Umfeld: 56 Prozent der E-Interessierten nennen private Stellplätze in Garagen als wichtigsten Standort, 53 Prozent den öffentlichen Straßenraum. Aktuell steht aber erst 26 Prozent aller Befragten eine Ladesäule in der Nähe zur Verfügung. Auch am Arbeitsplatz (43 Prozent), entlang von Autobahnen (40 Prozent) und an Supermärkten (39 Prozent) sollten mehr Ladesäulen stehen. Tankstellen werden dagegen mit 28 Prozent vergleichsweise wenig genannt.

Reichweite immer noch ein Thema

Zurückhaltung beim Kauf eines E-Autos entsteht vor allem durch die vermeintlich geringe Reichweite der Fahrzeuge. 36 Prozent der E-Interessierten benennen sie als die höchste Hürde. Für jeden Fünften sind es an oberster Stelle zu hohe Anschaffungskosten, für jeden Neunten fehlende Lademöglichkeiten am privaten Stellplatz und für jeden Zwölften die unzureichende öffentliche Ladeinfrastruktur.

Kommunen setzen auf Elektro

Bei den Kommunen stehen die Zeichen auf E-Mobilität: Knapp zwei Drittel der befragten Kommunen gaben laut ADAC an, dass öffentliche Ladestationen bereits in Betrieb oder in den kommenden zwölf Monaten fest geplant sind. Erdgas oder Wasserstoff sind hingegen weniger weit verbreitet: Nur jede dritte Kommune verfügt über öffentliche Tankstellen mit Erdgas, jede zwanzigste hat mindestens eine öffentliche Wasserstoff-Tankstelle.

In den kommenden fünf Jahren wollen 28 Prozent der Städte und Gemeinden die Infrastruktur für E-Mobilität auf- und 61 Prozent ausbauen. Den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur planen 22 Prozent. Erdgas liegt auch hier hinten, jede fünfzigste Kommune setzt darauf. Jede Elfte rechnet mit dem Rückbau des Infrastrukturangebots für Benzin und Diesel.

Hindernisse beim Ausbau

Woran liegt es aber, dass die Wahrnehmung der Käufer und die Aussagen der Kommunen auseinanderklaffen? Die Kommunen sehen mehrere Gründe, warum Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität nur langsam vorankommen. Jeweils 39 Prozent gaben an, Nachfrage und Finanzmittel reichten nicht dafür aus. 34 Prozent sagen, dass für sie als Betreiber der Infrastruktur die Wirtschaftlichkeit noch nicht gegeben sei.

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