Ein bisschen Sport muss sein...

Es gibt sie auch im Jahr 2021: Sportwagen mit röhrendem Verbrennungsmotor, die bei vielen Autofans eine Gänsehaut verursachen. Marken wie Maserati, Mercedes-AMG, Ferrari, Honda oder Porsche produzieren immer noch echte Spaßmaschinen – und es kommen weitere neue Modelle auf den Markt. Aber auch hier wird's immer elektrischer.

Breite Straßen irgendwo im Nirgendwo, ungezügelte Pferdestärken unter der Haube, und dann dieser Klang und diese Dynamik! Damit es auch im Jahr 2021 genügend Anlässe für die Fans PS-starker Autos zum Träumen solcher Träume gibt, legen die Hersteller von Sportwagen ordentlich nach.

  • Porsche beispielsweise bringt den neuen 911 nun auch wieder als GT3 mit Saugmotor und 510 PS sowie als brutalen GT3 RS mit rund 550 PS auf die Straßen. Der Boxster erhält eine Sonderedition zum 25-jährigen Bestehen der Baureihe mit 400 PS und einer Limitierung auf 1250 Fahrzeuge. Und der Cayman, die geschlossene Version des Boxster, wird als GT4 RS mit rund 500 PS zur Fahrmaschine.
  • Auch aus Italien gibt es Neuigkeiten: Der Ferrari Portofino M (M steht für „modificata“, also verändert) hat stolze 620 PS und ist das Facelift des Portofino. Noch brutaler soll es mit der Sonderedition VS des 812 Superfast zugehen: Mit V12-Frontmotor bringt sie zum Ende der Baureihe ein Leistungsplus von 30 PS (also insgesamt 830 PS) mit. Ganz neue Wege gehen die Sportprofis aus Maranello mit dem SF90 Spider: Er ist der erste serienmäßige Plug-In-Hybrid der Marke. 780 Verbrenner-PS aus einem Vierliter-V8-Turbo und zusätzliche Power aus drei E-Motoren machen in Summer glatte 1000 PS. Sturmfrisur bei offenem Dach? Dank guter Aerodynamik wohl eher nicht.
  • Nach längerer Pause bringt Maserati wieder ein ganz neues Modell auf den Markt: Der MC20 hat einen 630 PS starken V6-Motor und Formel-1-Technik. Das Gran Coupé soll zum Ende des Jahres ebenfalls einen Nachfolger bekommen.
  • Auch Honda mischt wieder im Rennen um die Fahrmaschinen mit: Gerüchten zufolge soll der NSX als R-Version mit stärkerem 3,5-Liter-Biturbo Ende des Jahres kommen und bis zu 641 PS auf die Straße bringen. 

Darf es etwas mehr sein?: Hypercars

Die Gruppe der Hypercars ist klein und exklusiv. Diese absoluten Spitzenreiter des Autobaus sind stark, sportlich, schnell – und extrem teuer. Nicht nur, dass die Autohersteller damit beweisen können, zu welchen Leistungen ihre Ingenieure wirklich fähig sind – diese Autos sind seltene Statussymbole für die Superreichen.

  • Mitte des Jahres bringt Aston Martin den Valkyrie auf den Markt. Nur 175 Exemplare des rund 1013 PS starken Monsters mit 6,5 Liter großem V12-Motor und Hybrid werden gebaut – und für jeweils knapp drei Millionen Euro verkauft.
  • Damit geht Aston Martin auf Jagd nach dem Mercedes-AMG One, der ebenfalls über 1000 Hybrid-PS vorweisen kann und ebenfalls streng limitiert ist: 275 Exemplare zu je mindestens 2,75 Millionen Euro.
  • Lotus arbeitet mit dem Evija an einem Hypercar mit rund 2.000 PS. Und das rein elektrisch! Vorstellung ist im Sommer. Ab 2028 will die britische Tochtermarke des chinesischen Unternehmens Geely dann nur noch E-Fahrzeuge verkaufen.
  • Toyota arbeitet unter seiner sportlichen Marke Gazoo Racing (GR) ebenfalls an einem Hypercar, das in einer kleinen Auflage auch für den Straßenverkehr zugelassen werden soll. Hier sind um die 1000 Hybrid-PS denkbar. Ob der GR Super Sport wirklich schon 2021 auf die Straße kommt, ist aber noch nicht klar.
Der Evija soll das erste rein elektrische britische Supercar werden – mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h. © Lotus

Sport in jeder Klasse

Aber es muss ja nicht immer so ausgefallen sein: Inzwischen ist es schließlich zum Standard geworden, dass Autohersteller eine extra bissige Variante ihrer normalen Fahrzeuge herausbringen.

  • BMW beispielsweise überarbeitet die Mittelklasse-Sportler M3 und M4 und verpasst ihnen eine neue Front. Leistung: bis zu 510 PS. Der 5er wird ebenfalls mit einer neuen M-Variante veredelt: Der M5 CS leistet dank V8-Biturbo-Motor starke 635 PS. Kleinserienhersteller ALPINA aus Buchloe bietet auf Basis des BMW 8er Gran Coupé den BMW ALPINA B8 mit 621 PS an.
  • Bekannt für ihre Leistung sind auch die AMG-Versionen aktueller Mercedes-Modelle: Die neue C-Klasse kommt ebenfalls wieder als C 63 mit mindestens 500 PS, auch die neue S-Klasse ist als S 63 mit mehr als 600 PS zu haben. Ebenfalls in der Pipeline ist der neue SL, der ebenfalls unter AMG entwickelt wird und als Power-Roadster mit bis zu 800 PS unterwegs sein wird.
  • Seats Sportmarke Cupra hat mit dem SUV-Crossover Formentor bereits bewiesen, dass sie mehr ist als nur ein sportlicher Ableger. Im auf 700 Exemplare limitierten Formentor VZ5 werkelt ein bärenstarker Fünfzylinder von Audi, der stolze 390 PS leistet. Mit rund 60.000 Euro Kaufpreis gehört er bei den Sportwagen schon zu den bezahlbaren Exemplaren – und auch in dieser Kategorie gibt es eine Menge Neuerscheinungen 2021:
  • Beispielsweise den Audi RS3, der wahrscheinlich ein paar PS mehr haben wird als der Cupra, aber in einer ähnlichen Preisklasse wildern wird.
  • Günstiger sind da unter anderem der i20 N von Hyundai (204 PS, ca. 25.000 Euro), der Ford Kuga ST (schätzungsweise 300 PS), der Hyundai Kona N (280 PS) oder der Toyota GR Yaris (261 PS). 
  • Und aus dem Spaßauto Toyota GT86 wird ab Herbst das sportliche Coupé GR86 – mit glatterem Design und bis zu 235 PS aus einem neuen 2.4-Liter-Motor, der die bisherige Zweiliter-Maschine ersetzt.

(Aufmacherfoto: © Porsche)

Nach dem kompakten i30 bekommt auch das Kompakt-SUV Kona eine sportliche N-Variante. Mit 280 PS lässt er es ordentlich krachen. © Hyundai

Die IAA MOBILITY wandelt sich von einer reinen Autoshow zur internationalen Mobilitätsplattform mit vier Säulen: Dem Summit, der Conference, der „Blue Lane“ und dem innerstädtischen Open Space. Unter dem Motto „What will move us next“ steht sie für die digitale und klimaneutrale Mobilität der Zukunft. Vom 7. bis 12. September 2021 kommen die Auto-, Fahrrad- und Tech-Industrie auf der IAA MOBILITY in München zusammen.