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Fahrrad fahren durch das ganze Jahr

04.03.2021

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Fahrrad fahren macht zu jeder Jahreszeit Spaß. Mit diesen Tricks kommen Sie noch besser vorbereitet auf zwei Rädern voran.

Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Fortbewegungmittel: Leise, effizient, schnell und klimaschonend geht es von A nach B – und günstig ist es auch noch. Wer regelmäßig auf dem Zweirad unterwegs ist, tut außerdem noch etwas für seine Gesundheit. Nicht nur das Herzvolumen nimmt zu, sondern auch die Durchblutung verbessert sich bei entsprechend regelmäßigem Training. Bei zügigem Tempo verbrennt der Körper bis zu 500 Kalorien pro Stunde, vom Stressabbau ganz zu schweigen.

80 Prozent der deutschen Haushalte besitzen mindestens ein Fahrrad, die Zahl dürfte 2020 noch einmal deutlich gestiegen sein. Doch bislang wird das Fahrrad hauptsächlich in der Freizeit und im Urlaub genutzt. Warum eigentlich nicht regelmäßig auf dem Arbeitsweg – und das ganze Jahr hindurch? Denn auch hier gilt Großmutters Regel: Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.

Hier sind wichtige Tipps für jede Jahreszeit, wie Sie und Ihr Rad fit bleiben:

Mit den ersten Sonnenstrahlen startet für viele auch die Fahrradsaison. © Jill Wellington/Pixabay

Frühling

Die Sonne lässt sich wieder häufiger blicken, Bäume und Pflanzen blühen ­– da zieht es einen doch gleich raus aufs Fahrrad. Doch bevor es losgeht, sollten Sie Ihr Fahrrad einmal gründlich checken.

Reinigen Sie ihr Rad mit Wasser, Spülmittel und einem einfachen Schwamm – ein Hochdruckreiniger könnte empfindliche Teile beschädigen. Checken Sie insbesondere Reifen, Bremsen und die Kette. Prüfen Sie die Mäntel auf Risse und Beschädigungen, pumpen Sie die Reifen ausreichend auf – wie hoch der Druck sein muss, finden Sie dem Mantel. Auch die Speichen sollten ausreichend unter Spannung stehen. Prüfen Sie anschließend die Bremsen und Bowdenzüge. Faustregel: Beim Ziehen des Bremshebels sollte man noch ungefähr zwei Zentimeter Luft zum Lenker haben. Die Kette sollte gut gefettet sein – regelmäßige Pflege schützt vor Rost. Ansonsten: Lichtcheck, eventuell Schrauben festziehen und es kann losgehen! Hier gibt es Tipps zum Selbermachen.

Wichtig ist, dass Sie sich auf wechselhafte Wetterbedingungen einstellen. Morgens und abends kann es sehr kalt sein, tagsüber mild. Dazu kommen manchmal auch starker Regen und Wind. Tragen Sie deshalb mehrere dünne Schichten Kleidung, die Sie bequem und nach Bedarf an- und ausziehen können. Vor Regen schützt Kleidung, die als leichte Überziehkleidung zusammengerollt in der Arbeitstasche verschwindet. Ponchos schützen bei Wind schlechter vor Regen und Spritzwasser, können außerdem wie ein Segel wirken, sodass Sie bei Wind stärker strampeln müssen.

Achten Sie darauf, dass die Kapuze groß genug für den Helm ist – oder verwenden Sie einen passenden Helmüberzug. Brillenträger sollten eine Schirmmütze tragen, die die Regentropfen abhält. Besorgen Sie sich auch warme und wasserabweisende Handschuhe. Ein Schal oder Schlauchtuch hält fiesen Wind ab.

Auch wenn die Tage wieder länger werden: Kleidung mit Reflektoren macht Sie besser sichtbar für andere Vekehrsteilnehmende.

Im Frühjahr können die Wege nass sein, vereinzelt kommt es auch zu Bodenfrost. Seien Sie entsprechend darauf eingestellt und passen Sie Tempo und Fahrstil der Witterung an. Und denken Sie daran: Auch andere werden das Frühlingswetter auskosten wollen, die Wege sind deutlich voller als im Herbst oder Winter.

Radeln im Sommer: Hier kommt es auf die richtige Kleidung, Sonnenschutz und genug zu trinken an. © One Shot/Pexels

Sommer

Warm und trocken: Der Sommer ist DIE Jahreszeit, um entspannt Fahrrad zu fahren. Der Fahrtwind kühlt angenehm. Dennoch stellt insbesondere die Wärme die Biker vor Herausforderungen.

Fetten Sie regelmäßig die Kette und unterziehen Sie ihr Bike einem Sichtcheck.

Trinken Sie ausreichend und in kleineren, regelmäßigen Abständen – bis zu einem Liter pro Stunde. Am besten sind Mineralwasser oder Saftschorlen geeignet. Kleine Snacks sorgen für Energie. Mit Sonnencreme beugen Sie Sonnenbränden vor, am besten greifen Sie zu wasserfesten Produkten, die auch beim Schwitzen nicht verlaufen. Insektenschutz ist insbesondere bei Fahrten durch den Wald ratsam. Meiden Sie nach Möglichkeit die Mittagssonne und fahren Sie stattdessen morgens oder abends – und mit gut geplanten und regelmäßigen Pausen kommen Sie nicht aus dem Tritt.

Atmungsaktiv und ggf. saugfähig sollte sie sein. Spezielle Trikots lassen viel Wind durch, einige Produkte schützen auch vor UV-Strahlung. Für manche Radfahrer könnte es sich auch lohnen, spezielle Schuhe zum Radfahren zu tragen, die luftdurchlässiger sind. Tücher schützen den Nacken vor Sonneneinstrahlung, eine Sonnenbrille hält die Strahlung von den Augen ab und eine Kopfbedeckung verhindert einen Sonnenstich.

Im Sommer sind viele auch ungeübtere Fahrerinnen und Fahrer auf den Straßen und Radwegen unterwegs – also: Rücksicht nehmen!

Trocken bleiben lautet im Herbst häufig die Devise. © Sven Brandsma/Unsplash

Herbst

Nass und feucht – die meisten Fahrradfahrer stellen unter diesen Bedingungen ihr Rad in den Keller oder die Garage. Doch eigentlich gibt es kaum einen Grund dafür. 

Im Herbst geht es vor allem um den Regenschutz. Ein Sattelüberzug sorgt für einen trockenen Hintern, wasserdichte Packtaschen (ab ca. 80 Euro) bieten regengeschützten Stauraum, das Handy findet in einer regendichten Halterung Unterschlupf. Wichtig auch die Beleuchtung: Die Dynamopflicht wurde abgeschafft, Akkuleuchten sind zulässig. Ein integrierter Nabendynamo sorgt für reibungslose Stromerzeugung, moderne LED-Leuchten sind sehr leistungsstark. Um den Akku von E-Bikes und Pedelecs warmzuhalten, gibt es spezielle Neopren-Schutzhüllen.

Wie im Frühling gilt: Stellen Sie sich auf wechselhafte Wetterbedingungen ein – und dass die Tage jetzt wieder kürzer werden. Regen und Wind werden alltäglich, tragen Sie deshalb mehrere dünne Schichten Kleidung, die Sie bequem und nach Bedarf an- und ausziehen können. Vor Regen schützt Kleidung, die als leichte Überziehkleidung zusammengerollt in der Arbeitstasche verschwindet. Besorgen Sie sich auch warme und wasserabweisende Handschuhe. Ein Schal oder Schlauchtuch hält fiesen Wind ab.

Herbstzeit ist Blätterzeit – und nasses Laub kann ziemlich rutschig sein. Fahren Sie entsprechend vorsichtig.

Vorsicht, rutschig! Im Winter kann es für Radfahrer auch mal ungemütlich werden. © Denise Jans/Unsplash

Winter

29 Prozent der Bundesbürger fahren einer Forsa-Umfrage zufolge auch im Winter mit dem Rad. Das hat durchaus Vorteile: Der Organismus wird abgehärtet, Sie vermeiden das Infektionsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln. In der dunklen Jahreszeit haben Radfahrer höhere Chancen, mit dem Sonnenlicht auch Vitamin D aufzunehmen.

(Aufmacherfoto: © Noelle Otto/Pexels)

Durch Nässe und Kälte steigt auch das Unfallrisiko. Checken Sie also regelmäßig Bremsen und Reifen. Gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig – funktionierende Beleuchtung und eine Warnweste können helfen, Unfälle zu vermeiden. Bei Schnee können Sie den Luftdruck in den Reifen etwas reduzieren, achten Sie dabei auf die Angaben auf dem Reifen.

Der Körper benötigt im Winter mehr Energie, um seine Temperatur zu regulieren. Daher: Vermeiden Sie extreme Anstrengungen und trinken Sie ausreichend – der Körper verliert viel Feuchtigkeit durch die Atmung.

Die größte Herausforderung im Winter ist die Kälte, in Kombination mit Feuchtigkeit. Eine winddichte Jacke, eine Thermohose sowie atmungsaktive Funktionsunterwäsche helfen dabei, die Temperaturen zu regulieren. ­­Ein Tuch hält den Hals warm.  Achten Sie bei Handschuhen darauf, dass sie beweglich sind, damit Sie gut greifen können. Jetzt noch die passenden Schuhe und eventuell Stulpen – und schon sind Sie gut eingepackt, um entspannt zu radeln.

Glätte und Schnee können das Radelvergnügen trüben – spezielle Spikes erhöhen die Haftung. Unter normalen Umständen reichen auch Reifen mit einem ordentlichen Profil. Wichtig vor allem: Seien Sie extrem umsichtig unterwegs!

Die IAA MOBILITY wandelt sich von einer reinen Autoshow zur internationalen Mobilitätsplattform mit vier Säulen: Dem Summit, der Conference, der „Blue Lane“ und dem innerstädtischen Open Space. Unter dem Motto „What will move us next“ steht sie für die digitale und klimaneutrale Mobilität der Zukunft. Vom 7. bis 12. September 2021 kommen die Auto-, Fahrrad- und Tech-Industrie auf der IAA MOBILITY in München zusammen.

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