Coypright: 2020 Bugatti Automobiles S.A.S.

Need for Speed: Die schnellsten Autos der Welt

07.12.2020

Geschwindigkeit hat die Menschen seit jeher fasziniert. Alles muss immer schneller, effizienter und noch besser werden. Das gilt natürlich auch für Autos. Vorhang auf für die aktuell schnellsten Hypercars der Welt.

Die fast wahnhafte Fixierung von Wissenschaft und Adrenalinjunkies auf Geschwindigkeit hat in den vergangenen 120 Jahren zu etlichen Rekordversuchen geführt. Am 29. April 1899 fuhr der belgische Ingenieur und Rennfahrer Camille Jenatzy mit seinem – wohlgemerkt – Elektroauto „La Jamais Contente“ erstmals über 100 km/h Spitze. Noch nie zuvor war ein Mensch schneller auf der Straße gefahren. Der Mercedes-Benz W 125 Rekordwagen erreichte am 28. Januar 1938 mit Chefpilot Rudolf Caracciola hinterm Lenkrad 432,7 km/h auf einem Autobahnteilstück zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt. Nettes Detail: Ein Kasten mit 500 Liter Eis und Wasser umhüllte den Motor des Silberpfeils für die Kühlung. Rund 70 Jahre später knackte der kalifornische Dragsterfahrer Gaby Gabelich im erdgasbetriebenen Raketenauto „The Blue Flame“ mit 58.000 PS die 1.000er-Marke. Am 15. Oktober 1997 war es dann Militärpilot Andy Green, der im düsengetriebenen „Thrust SCC“ den Landgeschwindigkeitsweltrekord von 1.227,985 km/h in der Wüste Nevadas aufstellte und damit als erster Mensch in einem „Auto“ die Schallmauer mit 1,01 Mach durchbrach. Die Leistung der beiden Rolls-Royce-Düsentriebwerke mit insgesamt 110.000 PS war fast doppelt so stark wie die des einstigen Rekordhalters. Mit dem „Bloodhound SSC“ – einer Mischung aus Eurofighter und Formel-1-Rennwagen – peilt Green einen neuen Geschwindigkeitsrausch an. Sein Ziel: über 1.600 km/h. Auf der Straße wird man die Rekordhalter nicht (mehr) zu sehen bekommen. IAA Mobility stellt daher die schnellsten Boliden der Neuzeit vor.

Die Nummer 3: Koenigsegg Agera RS mit 457 km/h

Auf einem abgesperrten Highway in Nevada pulverisiert der Agera RS den alten Rekord von Bugatti.

Liebhaber superschneller Autos ist die exklusive Sportwagenschmiede aus Schweden ein Begriff. Für die handgefertigten Kleinserien von Herstellern wie Koenigsegg wurde der Begriff Hypercar erfunden. Was sie vereint: Die Modelle haben alle mehr als 1.000 PS unter der Haube und kosten mehrere Millionen Euro. Dagegen sind Fahrzeuge von Ferrarir, Lamborghini, Porsche und selbst McLaren vergleichsweise „Massenware“. Die Manufaktur von Koenigsegg befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Luftwaffenbasis. Hier werden auf der 1,7 Kilometer langen Start- und Landebahn die neuen Modelle auf Herz und Nieren getestet. 2015 debütierte der Koenigsegg Agera RS mit 1.160 Pferdchen. Lediglich 25 Stück wurden von dem Edelwagen produziert. Am 4. November 2017 trat Werkspiloten Niklas Lilja mit RS in der Wüste Nevadas an, um den Straßenweltrekord für ein Serienauto zu brechen. Mit Erfolg: Unglaubliche 457 km/h schaffte der Agera zwischenzeitlich.

Die Nummer 2: M2K Motorsports Ford GT mit 483 km/h

So sehen 483 km/h in einem Ford GT aus.

Bis auf den Ford Mustang produziert Ford eher unauffällige Modelle, die sich mehr durch Alltagstauglichkeit als durch Schnelligkeit einen Namen machen. Und so war es die texanische Tunertruppe von M2K Motorsports, die einen 2006er Ford GT mit einem 5,4-Liter V8-Motor derart aufmotzte, das der Wagen 483 km/h innerhalb einer Meile im März 2019 auf den Tacho brachte. 2.500 PS werden dem Ford nachgesagt. Schon zwei Jahre zuvor schaffte es der GT auf 472,5 km/h. Mit der Generalüberholung ging es weiter Richtung 500 km/h-Himmel. Das PS-Monster ist für höhere Geschwindigkeiten auf jeden Fall prädestiniert, da er nach dem Überqueren der Zielmarke von einer Meile immer noch ordentlich beschleunigen kann.

Die Nummer 1: Bugatti Chiron Super Sport 300+ mit 490 km/h

Wie Bugatti sich wieder den Thron zurückeroberte.

Bugatti – dieser wohlklingende Name steht für eine Sportwagendynastie, die 1909 ihren Anfang nahm. Im elsässischen Molsheim in direkter Nachbarschaft zum Stammsitz der Familie Bugatti, dem Château St. Jean, entstehen Supersportwagen in Präzisionsarbeit. 2010 präsentierte die Edelmanufaktur unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns mit dem Veyron 16.4 Super Sport den neuen Stern am Hypercar-Himmel. Noch im selben Jahr schaffte es der 1.200 PS starke Bolide mit 431 km/h ins Guinness Buch. Sieben Jahre hielt der Weltrekord bis sich der Koenigsegg Agera RS die Krone schnappte. Nun hat Bugatti mit dem Chiron Super Sport 300+ den Thron zurückerobert: Am 2. August 2019 beschleunigte Testfahrer Andy Wallace auf der VW-Teststrecke im niedersächsischen Ehra-Lessien auf sagenhafte 490,5 km/h. Für die Rekordfahrt wurde der 1.600 PS starke Chiron aerodynamisch optimiert. Doch kein Rekord hält ewig. Es lauern schon wieder neue Supersportler, um Bugatti den Olymp streitig zu machen.

Aufmacherfoto: 2020 Bugatti Automobiles S.A.S.

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