@ Sono Motors GmbH

Morgen schon ein Einhorn? Die heißesten Start-ups im Mobility-Sektor

27.01.2021

Mobilität und die Automobilindustrie sind im Umbruch. Immer mehr Start-ups machen mit neuen Geschäftsmodellen und Technologien auf sich aufmerksam. Hier einige der angesagtesten Jungunternehmen.

Getrieben von der Leidenschaft, Mobilität neu zu gestalten, forschen und experimentieren weltweit hunderte Start-ups. Als Keimzelle neuer Ideen und Technologien sind sie für die Automobilindustrie Wettbewerb und Inspiration zugleich. Hier findet man den unbändigen Pioniergeist, der keine Mühen scheut, um neue Mobilitätsträger und innovative Geschäftsmodelle auf den Weg zu bringen. Doch nur die besten Ideen haben eine Chance. Hält eine Lösung oder Technologie dem Stresstest nicht stand, wird sie über kurz oder lang eingestellt – beispielsweise, wenn das Projekt nicht skalierbar ist oder absehbar nicht den gewünschten Erfolg bringt. Nachfolgend stellen wir fünf heißgehandelte Kandidaten für die Zukunft vor.

Sono Motors auf der CES 2021.

Solar statt Lack: Sonor Motors

Das Münchener Start-up Sonor Motors hat ein Herstellungsverfahren entwickelt, das die nahtlose Integration von Solarzellen in die gesamte Karosserie eines Elektroautos oder andere Oberflächen ermöglicht. So gut wie unsichtbar, ästhetisch und ohne Effizienzverlust. Anders als herkömmliche Solarmodule sind die Solarzellen des Solar Body Panels in Polymer eingebettet und nicht in Glas. Die Technologie spart somit im Vergleich zu herkömmlichen Glas-Solarmodulen mehr als 50 Prozent an Gewicht, was ungefähr so viel wiegt wie herkömmlichen Karosserieteilen. Eine echt innovative einsetzbare Ladelösung, die bisherige technische Grenzen sprengt und völlig neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Als erstes Fahrzeug ist der Sion hervorgegangen, der seine Batterie ganz einfach durch die Sonne selbst lädt. So können pro Tag bis zu 35 Kilometer zusätzliche Reichweite durch reine Sonnenenergie gewonnen werden – natürlich abhängig vom Wetter. Start der Produktion ist 2022.

Urbane Logistik neugedacht: DroidDrive

Wer kennt nicht die vollgestopften Straßen mit Lieferwagen von Hermes, DHL & Co. Das Start-up DroidDrive hat den perfekten Ersatz für die Stadtlogistik: Beim „Ducktrain“ (englisch für Entenzug) werden für die letzte Meile bis zu maximal fünf Leichtfahrzeuge zu einem intelligenten Routenzug gekoppelt. Ein einzelner „Duck" ist ein Meter breit, 2.2 Meter lang und fährt auf der Straße, dem Fahrradweg und sogar auf dem Bürgersteig. Am Ziel angekommen, teilt sich der elektrisch angetriebene Zug und jeder Waggon folgt einem Paketboten für die Auslieferung der Pakete. Denkbar sind auch Essenslieferungen und Cargo ins Umland. Erste Erprobungen auf geschlossenen Arealen sind bereits am Laufen. Das Jungunternehmen ist die nächste Gründung im Umfeld der RWTH Aachen nach Streetscooter und E.Go Mobile.

Mit Understatement zum autonomen Fahren: Aurora

Aus dem Gründermekka Mountain View in Kalifornien kommt das Start-up Aurora. Die Silicon-Valley-Firma entwickelt Systeme für das autonome Fahren und wird bereits mit mehreren Milliarden US-Dollar bewertet. Eigene Serienfahrzeuge will Aurora nicht bauen. Das Unternehmen unterscheidet sich von seinen Konkurrenten dadurch, dass es den Schwerpunkt vor allem auf virtuelle Tests legt. Dabei verwendet es Computersimulationen und Daten aus echten Straßentests, um seine Software und Hardware zu trainieren. Hersteller wie Fiat Chrysler, Byton und Hyundai arbeiten bereits mit dem Unternehmen zusammen. Während andere Anbieter immer wieder selbstbewusst Ankündigungen machen, dass die Technik bald einsatzbereit sei, hält sich Aurora mit Versprechungen noch zurück. Kürzlich wurde die Unit für selbstfahrende Autos und autonomes Fahren von Uber Technologies, dem weltweit größten Anbieter für Ride-Hailing-Dienste, erworben. Der Tech-Konzern beteiligte sich im Gegenzug an dem Start-up.

Lidar für den Massenmarkt: Blickfeld

Autonome Technik für den Massenmarkt ist das Ziel des 2017 gegründeten Start­-ups Blickfeld. Die Münchener haben Light Detection and Ranging-Sensoren – kurz Lidar – für die Umfelderfassung entwickelt. Das ist an sich nichts neues, aber Blickfeld konnte die Lidar-Architektur vereinfachen und dadurch einen kostengünstigeren, aber robusteren Sensor erfinden. Dank seiner robusten Leistung, einer erweiterten Reichweite von bis zu 250 Metern und einer Abstandsgenauigkeit von wenigen Zentimetern ist die Blickfeld-Innovation in der Lage, Objekte schnell zu erkennen. Und mit der Solid-State-Technologie können die Kosten dieser hochauflösenden 3D-Sensoren erheblich gesenkt werden, sodass sie sich perfekt für eine Vielzahl von Technologien wie autonome Navigation, HD-Kartierung und Personenzählung eignen.

AirBnB der Ladestation: MotionWerk

Ein Start-up muss nicht immer aus den Großstädten oder dem Silicon Valley kommen: MotionWerk mit Sitz in Essen will via Blockchain ein Peer-to-Peer-Netzwerk für E-Ladestationen etablieren. So sollen Besitzer von Elektroautos und private oder gewerbliche Anbieter von Ladestationen zusammengebracht werden: Ob Supermarkt, Gastronomie oder Privathaushalt, wer eine Ladestation hat, kann diese in der Share & Charge-App zu einem selbst gewählten Tarif, anderen E-Autofahrern anbieten. Somit werden Ladestationen nutzbar gemacht, die aktuell kaum ausgelastet sind und ermöglichen dem Betreiber Elektromobilität aktiv mit zu unterstützen und sogar Geld mit seiner Ladestation zu verdienen. Abgerechnet wird sicher und transparent über die Blockchain-Technologie.

Auf der IAA 2021 steht innovative Mobilität in allen Facetten im Mittelpunkt: Intelligente Verkehrslösungen, visionäre Denkweisen, Automobile und gesamte Mobilitätskette. Alles was Mobilität von morgen formt und erlebbar macht. Seien Sie dabei!