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Earthtime 1.26 Munich – die IAA MOBILITY wird zum Kunsterlebnis

Die IAA MOBILITY beweist schon mit ihrem Besucherkonzept wie der BLUE LANE, dass sie, statt sich wie traditionelle Messen auf einem abgeschlossenen Messegelände abzukapseln, mit dem öffentlichen Raum und der Gesellschaft interagieren und kommunizieren will. Dabei ist es durchaus auch ihr Anspruch, mit ihren Ideen die öffentliche Wahrnehmung nicht nur von Mobilität zu beeinflussen, sondern das Nachdenken über die Welt der Zukunft erlebbar zu machen.

Genau in dieses Konzept passt das am 12. August auf einer Vernissage vorgestellte Kunst-Projekt “Earthtime 1.26 Munich” von Janet Echelman, das extra anlässlich der IAA MOBILITY erschaffen und auf dem Münchner Odeonsplatz zu sehen sein wird.

Earthtime Munich
Quelle: Daimler

Nahhaltigkeit als Kunst

Die amerikanische Künstlerin hat eine monumentale Kunstinstallation geschaffen, die zunächst aussieht wie ein vielfarbiges Segel, das den Raum vor der Feldherrnhalle überspannt und dabei ständig seine Gestalt ändert.

Die monumentale und dennoch leichtgewichtige Skulptur „Earthtime 1.26 Munich“ untersucht die miteinander verknüpften Netzwerke unserer kulturellen und physischen Welt. Sie ist rund 24 Meter lang, 21 Meter breit und 16 Meter hoch. Ihre wie ein Fischernetz geflochtenen Fasern bestehen aus den recycelbaren Hightech-Materialien, von denen einige bezogen auf ihr Eigengewicht 15-mal stärker sind als Stahl. Wind, Regen und Licht verwandeln das Netz, das ständig in Bewegung ist, sie verändern seine Form und Farbe, durchwirken und aktivieren den urbanen Raum und lassen ihn atmen. Auch die Zahl 1.26 bezieht sich auf dieses Naturereignis, das zu einer Beschleunigung der Erdrotation geführt und so die Tageslänge um rund 1,26 Mikrosekunden verkürzt hat. „Earthtime 1.26 Munich“ ist erstmals in Deutschland zu sehen. Es ist Teil der „Earthtime Serie“ von Janet Echelman, die die Verbundenheit der Menschen mit der Natur untersucht.

„Ich freue mich, Earthtime 1.26 Munich auf dem historischen Odeonsplatz zu installieren, wo sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem dynamischen urbanen Jetzt verflechten. Mein Kunstwerk spiegelt die Verknüpfung von Gegensätzen wider – Flexibilität mit Stärke, Erde mit Himmel, Dinge, die wir mit den Kräften kontrollieren können, die über uns hinausgehen. Ich lade die Betrachter*innen ein, unter meiner Skulptur einen Moment innezuhalten, um über unsere Verbundenheit miteinander und mit unserem Planeten nachzudenken und sich unserer eigenen sinnlichen Erfahrung bewusst zu werden“, sagte Janet Echelman.

Kein Status Quo

Mit ihren fliessenden Bewegungen steht die lebendige Skulptur zu den starren Formen der fertigen Stadt und hinterfragt den urbanen Status Quo.Bei Nacht verwandeln sie sich durch farbige LED-Lichter in schwebende, leuchtende Formen.Das Projekt enstand in Zusammenarbeit mit der Kunstförderung der Daimler AG, die weitere ähnliche Projekte für die IAA geplant hat.

Es befindet sich gegenüber des Studios Odeonsplatz by Mercedes-Benz, wo das Entwurfsmodell einer weiteren Skulptur von Janet Echelman ausgestellt ist. Das Werk mit dem Titel „Skies Painted With Unnumbered Sparks“ verkörpert die Verschmelzung von Kunst und Technologie. Die In-Location-App EXOS erweitert den analogen Ausstellungsraum, auch während der IAA MOBILITY 2021, mit digitalen Inhalten und macht das Studio Odeonsplatz zu einem Social-Media-Raum, der eine interaktive Bühne und damit ein ganzheitliches Erlebnis für die Besucher*innen bietet. Sie bekommen Zugang zu tagesaktuellen Informationen rund um das Studio und können ihre Erfahrungen vor Ort auch digital erleben sowie teilen, kommentieren und liken. Über die Ausstellung der beiden Skulpturen der amerikanischen Künstlerin hinaus lädt das Studio Odeonsplatz by Mercedes-Benz gemeinsam mit dem Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) Kunst- und Kulturinteressierte im September zu Stadtführungen rund um zeitgenössische Kunst in München ein.

Der neue Blick

“Kunst bietet uns die Möglichkeit, einen neuen Blick auf die Welt zu wagen, die Routinen zu ver-, das Ungewohnte zuzulassen, den Blick zu erweitern. Genau das geschieht mit Earthtime 1.26. Wir sind stolz, dass Janet Echelman die völlig neu konzipierte IAA MOBILITY mit ihrem Kunstwerk bereichert. Denn die IAA MOBILITY erweitert den Blick auf die Mobilität von morgen: Klimaneutral, digital, vernetzt. Darum geht es und deshalb ist Earthtime 1.26 hier genau richtig”, so Dr. Lutz Meyer, Leiter Kommunikation und Medien des Verbandes der deutschen Automobilindustrie, der die IAA MOBILITY veranstaltet.